FAQ

 

Wann brauche ich einen Anwalt?

Der Rechtsanwalt ist nicht nur mit Prozessieren beschäftigt. Er bemüht sich ebenso darum, Streitigkeiten gütlich zu schlichten, Prozesse zu vermeiden. Die vorausschauende Beratung in allen Rechtsfragen ist ein Dienstleistungsbereich der Anwälte, der gerade in jüngster Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Anwalt sollte frühzeitig konsultiert werden. Es lohnt sich, auch für kleine Rechtsprobleme einen Anwalt beizuziehen und für die Regelung auch unscheinbarer Rechtsfragen und -verhältnisse rechtzeitig mit einem Anwalt zu reden, damit daraus nicht grössere Probleme erwachsen und kostspielige Lösungen vermieden werden können. Der Anwalt berät den Klienten und kämpft für ihn. Er befasst sich mit Rechtsfragen aller Art in vielen Rechtsbereichen, die den Klienten als Privatperson, die seine Familie, sein Berufsleben und den Alltag eines Unternehmens betreffen.

Faustregel: Wenn Sie die nachstehenden Fragen beide mit "ja" beantworten, sollten Sie einen Rechtsanwalt beiziehen:

  • Hat die Gegenpartei einen Rechtsbeistand genommen?
  • Ist es der vorliegende Streit wert, ein Anwaltshonorar von 1'000 bis 5'000 SFr. aufzuwenden?

 

Wie finde ich den richtigen Anwalt?

Die Anwaltssuche ist ebenso schwierig wie die Suche nach dem richtigen Arzt. Der Ratsuchende steht vielfach vor einer ellenlangen Liste von Anwälten im Telefonbuch und entscheidet sich vielleicht für eine Kanzlei, deren Namen er gerade sympathisch findet. Es ist ihm aber wenig gedient, wenn er mit seinem Scheidungsproblem bei der teueren Wirtschaftkanzlei landet.

Immerhin gibt es einige Hilfsmittel für den Ratsuchenden:

  • Heute sind viele Kanzleien mit einer Homepage auf dem Internet präsent, wo sie sich vorstellen und ihre Spezialgebiete angeben. Dabei wird dem Ratsuchenden schnell klar, ob die Kanzlei für sein Rechtsproblem die richtige ist.
  • Meist lohnt es sich aber auch schon, in seinem Bekanntenkreis umzuhören und sich ein Anwalt empfehlen zu lassen. Für die meisten Rechtsprobleme gibt es spezielle Interessengemeinschaften. So ist zum Beispiel dasMännerbüro Züricheine Anlaufstelle für Männer in Krisensituationen wie z.B. einer Scheidung, welche damit nicht mehr alleine zu Rande kommen. Solche Interessengemeinschaften arbeiten vielfach mit spezialisierten Anwälten zusammen und können den Ratsuchenden vermitteln.

 

Wie finde ich Sie?

Das Advokaturbüro gibt es dreimal in der Schweiz, ganz in Ihrer Nähe!

Wernerstr. 7
8038 Zürich
044/482'70'20

Schwarztorstr. 18
3001 Bern
031/382'08'08

Gubelstrasse 17
6304 Zug
041/720'26'76

 

Wie gründe ich eine Firma?

Vorab muss sich der Firmengründer darüber im Klaren sein, welches Rechtskleid seine zukünftige Firma tragen soll.

Das Schweizerische Recht stellt verschiedene Formen zur Verfügung, die je nach Bedürfnis mehr oder weniger passend sind.

Das Gesetz unterscheidet zwischen Rechtformen, die als juristische Person (Aktiengesellschaft, Kommanditaktiengesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Genossenschaft) gelten, und solchen, die keine eigenständige Rechtsperson (einfache Gesellschaft, Kollektivgesellschaft, Kommanditgesellschaft, Verein) sind. Für den Firmengründer haben die Rechtsformen als juristische Person den primären Vorteil, dass nicht sein Privatvermögen für Firmenschulden haftet sondern ausschliesslich das Geschäftsvermögen.

Es ist vor allem bei der Gründung einer neuen juristischen Person ratsam, einen Rechtsanwalt beizuziehen. Es können so die einzelnen Vorteile der Gesellschaftsformen erörtert werden und so das passende Rechtskleid für die neue Firma gefunden werden. Als Übersicht über die Vorteile der verschiedenen juristischen Personen Folgendes:

  • Aktiengesellschaft eignet sich besonders für grössere Unternehmen mit hoher Umsatzerwartung. Vorteil ist die Beschaffungsmöglichkeit von viel Investitionskapital via Aktien. Zur Gründung bedarf es mindestens drei Aktionäre und das Grundkapital beträgt mindestens 100'000 SFr.
  • Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist, salopp gesagt, die kleine Schwester der AG. Sie eignet sich besonders für mittlere Unternehmungen und das Kleingewerbe. Das minimale Stammkapital beträgt 20'000 SFr. und es braucht zwei Gründer.
  • Die Kommanditaktiengesellschaft ist heutzutage praktisch ohne Bedeutung und Verwendung.
  • Die Genossenschaft bezweckt die wirtschaftliche Besserstellung oder die ideelle Befriedigung ihrer Mitglieder. Sie eignet sich eher für soziale Anliegen denn für wirtschaftliche Zwecke. Zur Gründung bedarf es mindestens sieben Genossenschafter. Das Grundkapital ist hingegen offen.

Zu den finanziellen Aufwendungen für die Gründung einer Gesellschaft gehören neben der Bereitstellung des Grund- bzw. Stammkapitals die Notariatskosten, Handelsregisterkosten sowie die Anwaltskosten. Zu rechnen ist hierbei bei einer AG mit Kosten in der Grössenordnung 5'000 - 20'000 SFr. und bei einer GmbH mit ca. 2'500 - 10'000 SFr. Zu beachten gilt auch, dass ein Firmensitz bereitgestellt werden muss. Dieser sollte gerade auch im Hinblick auf die Unternehmenssteuer gut bedacht sein. Eine Beratung hinsichtlich Steuervorteil der jeweiligen Kantone bietet ebenfalls der Anwalt.

 

Was ist zu tun, wenn ich betrieben werde?

Sind Sie mit einem Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes konfrontiert, der auf einer Forderung gegen Sie basiert, mit der Sie überhaupt nicht einverstanden sind, müssen Sie binnen zehn Tagen seit Erhalt des Zahlungsbefehls Rechtsvorschlag, d. h. Einspruch, erheben.

Das tun Sie, indem Sie auf dem Zahlungsbefehl selbst in dem dafür vorgesehenen Feld unterschreiben oder indem Sie mittels eines selbst verfassten Schreibens an das Betreibungsamt Rechtsvorschlag erheben. Damit zwingen Sie den vermeintlichen Gläubiger, Klage vor Gericht zu erheben, was vorab mit zusätzlichen Kosten für den Gläubiger verbunden ist.

Vielfach schrecken die Gläubiger davor zurück, die einfach versucht haben, ob Sie so dumm sind und aus reiner Angst vor dem Zahlungsbefehl zahlen. Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, ist die Beauftragung eines Rechtsanwaltes unter Berücksichtigung des Streitwertes zu empfehlen.

 

Was ist zu machen, wenn mein Kunde nicht zahlt?

Als Unternehmer plagen Sie oftmals Sorgen wegen zahlungsunwilligen Kunden. Schnell stellt sich hier die Frage, ob sich der Rechtsweg resp. die Beauftragung eines Inkassobüros lohnt. Für kleinere Beträge (unter 1'000 SFr.) lohnt sich ein Vorgehen gegen den säumigen Schuldner rein finanziell gesehen nicht. Aus wirtschaftlicher Sicht kann es durchaus lohnenswert sein, weil andernfalls bald einmal der Ruf entsteht, bei diesem Unternehmer könne man konsumieren, ohne zu zahlen.

Bei Beträgen ab 1'000 SFr. ist die Einschaltung eines Inkassobüros sicherlich in Erwägung zu ziehen. Es entstehen zwar zusätzlich Kosten, aber die mühselige Arbeit des Schuldeneintreibens bleibt einem erspart, zudem haben die Berufseintreiber mehr Erfahrung in diesem Bereich. Ab einem Schuldbetrag von 5'000 SFr. macht der Rechtsweg finanziell gesehen Sinn. Ist der Schuldner uneinsichtig und zwingt den Unternehmer auf den Gerichtsweg, so ist ein Anwalt einzuschalten, was sich beim vorgenannten Betrag noch lohnt.

 

Wieviel kostet meine Scheidung?

Es ist schwer, vorab genau Zahlen zu nennen. Jeder Fall hat seine Eigenheiten. So sind zum Beispiel die Gerichtskosten von Kanton zu Kanton äusserst unterschiedlich (100 - 1'000 SFr.). Eine Scheidung, in der sich die Ehepartner in allen Punkten verstritten haben, kommt natürlich teuerer wie eine einvernehmliche Scheidung, da der Aufwand beim Anwalt um ein Mehrfaches anwächst und es ev. mehrere Gerichtsverhandlungen braucht. Schliesslich sollte auch der immaterielle Schaden für Kinder und die Beteiligten einer Scheidung im Auge behalten werden, wenn "schmutzige Wäsche vor dem Gericht gewaschen wird".

Als Faustregel gilt hier: Eine Scheidung kostet etwa einen Monatsgehalt.